Die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission (FSC) hat neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche über Kryptowährungen verabschiedet. Zu diesen Änderungen gehören die Ausweitung der sogenannten „Travel Rule“ auf Kryptotransaktionen sowie Beschränkungen für Personen mit Vorstrafen, die bedeutende Anteile an Kryptounternehmen erwerben möchten.
Ausweitung der „Travel Rule“
FSC-Vorsitzender Lee Eok-won erklärte, die neuen Regeln dienten der Erhöhung der Marktsicherheit und der Verhinderung von Geldwäsche mit virtuellen Vermögenswerten. Die „Travel Rule“, die die Offenlegung von Sender- und Empfängerinformationen bei grenzüberschreitenden Überweisungen vorschreibt, gilt nun für Transaktionen ab 1 Million Won (ca. 680 US-Dollar). Dies bedeutet, dass für alle Kryptotransaktionen über diesem Betrag die erforderlichen Informationen über die Transaktionspartner angegeben werden müssen.
Beschränkungen für Krypto-Aktionäre
Darüber hinaus schränken die neuen Maßnahmen die Beteiligung von Personen mit Vorstrafen wegen Drogendelikten und Steuerhinterziehung an Kryptounternehmen ein. Diese Entscheidung zielt darauf ab, die Risiken potenziellen Missbrauchs im Kryptowährungsbereich zu minimieren.
Lee Yeok-won betonte, dass Geldwäscheaktivitäten im Zusammenhang mit virtuellen Vermögenswerten strengstens bekämpft werden. Insbesondere Transaktionen mit virtuellen Vermögenswerten an ausländischen Börsen, die ein hohes Geldwäscherisiko bergen, werden verboten.
Aufruf zur Einführung von Spot-ETFs
Zuvor hatte Kim Sang-hoon, Vorsitzender des Politischen Komitees der regierenden südkoreanischen Volksmachtpartei, die Regulierungsbehörden aufgefordert, die Einführung von Bitcoin-basierten Spot-ETFs (Exchange Traded Funds) umgehend zu genehmigen. Dieser Vorschlag unterstreicht das wachsende Interesse an Kryptowährungen und die Notwendigkeit, ein sichereres und besser reguliertes Investitionsumfeld zu schaffen.
Zusammenfassend
Die von der FSC beschlossenen neuen Maßnahmen zielen somit darauf ab, die Aufsicht über den Kryptowährungsmarkt in Südkorea zu stärken und Geldwäsche zu bekämpfen. Strengere Regeln und Beschränkungen für Aktionäre von Krypto-Unternehmen könnten zur Schaffung eines transparenteren und sichereren Ökosystems für Investoren und Nutzer virtueller Vermögenswerte beitragen.