Die brasilianische Zentralbank hat neue Regulierungsbestimmungen angekündigt, die die Anforderungen an alle traditionellen Unternehmen auf dem Finanzmarkt erweitern, die als Intermediäre, Verwahrer oder Broker von Kryptowährungen agieren. Ziel dieser Änderungen ist die Vereinfachung und Kontrolle der Aktivitäten von Krypto-Unternehmen im Land.
Pflichten von Anbietern von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte
Gemäß den neuen Bestimmungen müssen Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte (VASP), die auf dem brasilianischen Kryptomarkt tätig sind, ein Autorisierungsverfahren durchlaufen und eine Genehmigung der brasilianischen Zentralbank einholen, um ihre Aktivitäten ausüben zu dürfen. Diese Transaktionen werden nun mit Transaktionen auf dem Devisenmarkt und dem internationalen Kapitalmarkt gleichgestellt, was die Bedeutung der Einhaltung von Standards für die Finanzsicherheit unterstreicht.
Anforderungen an Risikomanagementsysteme
Um die neuen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, müssen VASP Managementsysteme für Risikomanagement, Cybersicherheit und Kundenschutz implementieren. Dies umfasst Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Insbesondere sind Unternehmen verpflichtet, die Autorisierung von Auftragnehmern für den Umgang mit virtuellen Vermögenswerten sowie die entsprechenden Dokumentationen bereitzustellen. Buchhaltungsprozesse sind erforderlich, um die Herkunft von Geldern und den Verwendungszweck von Zahlungen in virtuellen Vermögenswerten zu überprüfen. Transaktionen mit nicht autorisierten Gegenparteien sind auf 100.000 US-Dollar beschränkt.
Übergangszeitraum und Inkrafttreten
Neue Regeln zur Regulierung des Kryptomarktes treten im Februar 2026 in Kraft. Unternehmen erhalten eine neunmonatige Übergangsfrist, um sich an die neuen Anforderungen anzupassen. Dies gibt Kryptounternehmen Zeit, die notwendigen Änderungen umzusetzen und sich auf die Einhaltung der neuen Standards vorzubereiten.
Natürliche Änderungen
Es ist erwähnenswert, dass die brasilianischen Behörden zuvor die Steuervorteile für Kryptowährungsinvestoren abgeschafft und einen festen Steuersatz von 17,5 % auf Gewinne für alle Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten eingeführt haben. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Markt zu rationalisieren und die Steuereinnahmen aus Kryptowährungsaktivitäten zu erhöhen.