Kim Sang-hoon, Vorsitzender des Politischen Komitees der regierenden Partei der Volksmacht Südkoreas, forderte die Regulierungsbehörden des Landes auf, die Einführung von Bitcoin-ETFs (Exchange Traded Funds) umgehend zu genehmigen. Angesichts der positiven Stimmung von Händlern und großen Unternehmen gegenüber Bitcoin-ETFs sieht die Partei keine gerechtfertigten Gründe für die Behörden, koreanischen Anlegern den Zugang zu diesen Anlageprodukten zu verwehren.
Bereit für Gesetzesänderungen
Kim Sang-hoon erklärte sich bereit, die Gesetzgebung anzupassen, falls die Regulierungsbehörden zu langsam handeln. Er betonte, dass Bitcoin-ETFs Anlegern über regulierte Wertpapiere Zugang zum Kryptomarkt ermöglichen und eine sicherere und transparentere Anlagestruktur bieten als der direkte Kauf von Kryptowährungen. Sang-hoon ist überzeugt, dass die Einführung von Bitcoin-ETFs den südkoreanischen Finanzmarkt deutlich stärken könnte.
Internationalisierung des koreanischen Won
Das Parteikomitee kündigte zudem an, dass die Öffnung legaler Kanäle für ausländisches Kapital die Internationalisierung von in koreanischen Won denominierten Vermögenswerten erleichtern werde. Dies bedeutet, dass die südkoreanische Landeswährung international verwendet werden kann: Ausländische Unternehmen und Investoren können den Won nicht nur für Zahlungen an koreanische Geschäftspartner, sondern auch zum Aufbau ihrer Devisenreserven oder zur Emission von Anleihen nutzen.
Verringerung der Abhängigkeit von Dollar und Euro
Politiker der Regierungspartei hoffen, dass diese Strategie es dem Land ermöglichen wird, die Abhängigkeit der Weltwirtschaft vom Dollar und Euro zu verringern und den internationalen Status des Won zu stärken. Kim Sang-hoon merkte an, dass die Entwicklung der Kryptoindustrie südkoreanischen Finanzakteuren helfen wird, sich besser in die Weltwirtschaft zu integrieren.
Regulierung von Stablecoins
Im Oktober gab der Vorsitzende der südkoreanischen Finanzdienstleistungskommission (FSC), Lee Eog-weon, den Abschluss der Gesetzesänderungen zur Regulierung von Stablecoins bekannt. Das neue Gesetz zielt darauf ab, zwischen Zahlungs-Stablecoins und Bankeinlagen zu unterscheiden und schlägt gleichzeitig ein Verbot von Zinszahlungen auf Stablecoins vor. Dies unterstreicht den Wunsch nach einer strengeren Aufsicht in diesem Bereich.