Timothy Peterson prognostiziert Bitcoin-Aufschwung ab dem 22. Dezember
Timothy Peterson, Ökonom und Anlageberater bei Cane Island, hat eine ambitionierte Prognose für die weltweit führende Kryptowährung veröffentlicht. Seinen Berechnungen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Bitcoin-Wachstum bis Dezember bei beeindruckenden 88 %. Der Analyst stützt seine Schlussfolgerungen auf ein zyklisches Muster: In den letzten zwei Jahren schloss genau die Hälfte der Monate im Plus ab.
Mithilfe eines statistischen Modells, das die Anzahl positiver Monate in einem beliebigen 24-Monats-Zeitraum berücksichtigt, identifizierte Peterson einen spezifischen Wendepunkt. Er geht davon aus, dass der nachhaltige Aufwärtstrend von Bitcoin am 22. Dezember beginnt.
Statistiken vs. Erwartungen: Historischer Kontext
Trotz Petersons Optimismus zeichnen aktuelle Daten von CoinGlass ein komplexeres Bild. Im Jahr 2025 war der Preistrend volatil: Der Preis stieg im Januar, April, Mai, Juni, Juli und September, während die anderen sechs Monate mit Rückgängen schlossen.
November bleibt historisch gesehen der beliebteste Monat
Traditionell gilt November als der profitabelste Monat für Bitcoin. Seit 2013 lag die durchschnittliche Rendite in diesem Zeitraum bei 41,13 %. Die aktuellen Erwartungen der Händler auf der Polymarket-Plattform sind jedoch verhalten: Die Wahrscheinlichkeit, dass November der beste Monat des Jahres wird, wird auf 18 % und für Dezember auf 17 % geschätzt.
Marktstimmung: Von „extremer Angst“ zu Abkühlung
Der Markt befindet sich derzeit in einer tiefen Depression. Der Crypto Fear & Greed Index ist auf 9 gefallen, was dem Niveau „extremer Angst“ entspricht. Typischerweise deuten solche Indikatoren auf einen lokalen Tiefpunkt hin, doch die fundamentalen Indikatoren bleiben alarmierend.
Abnehmende Aktivität und ETF-Abflüsse
Die Analyseplattform Santiment verzeichnet einen stetigen Rückgang der Netzwerkaktivität: Transaktionsvolumen und Anzahl aktiver Adressen sinken. Experten beobachten jedoch auch eine positive Entwicklung: Unbegründete Prognosen eines Anstiegs auf 200.000 US-Dollar oder eines Rückgangs auf 50.000 US-Dollar sind in den sozialen Medien seltener geworden. Der Markt kehrt in die „neutrale Zone“ zurück, was als positives Zeichen für eine zukünftige Erholung gewertet wird.
Dennoch bleibt der institutionelle Druck bestehen. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen seit fünf Wochen in Folge Nettoabflüsse. In diesem Zeitraum zogen Anleger rund 3,8 Milliarden US-Dollar ab, davon 315,9 Millionen US-Dollar allein in der letzten Woche.
Vorteile für den Leser
Timothy Petersons Prognose bietet Orientierung für Anleger, die einen Einstiegszeitpunkt suchen. Die derzeitige „extreme Angst“ (9) und die Abflüsse aus ETFs mahnen jedoch zur Vorsicht. Wichtigste Erkenntnis: Ein nachlassender Hype in den sozialen Medien und sinkende Erwartungen sind klassische Anzeichen dafür, dass sich eine Basis für zukünftiges Wachstum bildet. Anleger sollten die Entwicklung der ETF-Zuflüsse im Dezember genau beobachten: Sollten die Abflüsse, wie von Peterson prognostiziert, in Zuflüsse umschlagen, würde dies den Beginn eines Aufwärtstrends bestätigen.