
Die russische Zentralbank hat beschlossen, die Liste der Indikatoren für betrügerische Transaktionen von sechs auf zwölf zu erweitern. Die neuen Regelungen treten am 1. Januar 2026 in Kraft. Banken erhalten dadurch zusätzliche Instrumente zur Erkennung verdächtiger Überweisungen, um Kundengelder besser vor Betrügern zu schützen.
Vollständige Liste der 12 Indikatoren für betrügerische Transaktionen
Sechs bisher gültige Indikatoren
Die sechs bestehenden Indikatoren für betrügerische Transaktionen bleiben weiterhin gültig:
1. Abgleich der Empfängerdaten mit der Datenbank der Zentralbank für betrügerische Transaktionen.
2. Verwendung von Geräten aus der Datenbank der Zentralbank, die bereits von Betrügern genutzt wurden.
3. Eine für den Kunden ungewöhnliche Transaktion hinsichtlich Betrag, Zeitpunkt, Häufigkeit oder Ort.
4. Überweisungen auf Konten, die bereits für betrügerische Transaktionen verwendet wurden.
5. Informationen über ein laufendes Strafverfahren gegen den Empfänger.
6. Daten von Drittorganisationen, die auf eine betrügerische Transaktion hinweisen.
Sechs neue Kriterien
Sechs neue Kriterien wurden den bestehenden Indikatoren hinzugefügt:
1. Eine Überweisung an eine Person, mit der in den letzten sechs Monaten keine Finanztransaktionen stattfanden, wenn der Kunde zuvor mehr als 200.000 Rubel über das Schnellzahlungssystem (FPS) an sich selbst überwiesen hat.
2. Eine Änderung der Telefonnummer im Online-Banking oder auf Gosuslugi innerhalb von 48 Stunden vor der Überweisung.
3. Verdächtige Ereignisse auf dem Gerät des Kunden – ein Wechsel des Betriebssystems oder des Mobilfunkanbieters oder die Erkennung von Schadsoftware.
4. Bareinzahlungen mit einer tokenisierten Karte an einem Geldautomaten innerhalb von 24 Stunden nach einer grenzüberschreitenden Überweisung von über 100.000 Rubel.
5. Überschreitung der Datenübertragungszeit zwischen Karte und Geldautomat bei einer kontaktlosen Transaktion.
6. Informationen des Nationalen Zahlungskartensystems über das Betrugsrisiko einer bestimmten Überweisung.
Empfängerverifizierung im neuen System
Eine weitere Neuerung ist die Verifizierung von Empfängern im staatlichen Informationssystem zur Bekämpfung von Kriminalität, das am 1. März 2026 in Betrieb geht. Banken sind verpflichtet, die Empfängerdaten vor der Durchführung von Transaktionen mit dieser Datenbank abzugleichen.
Digitaler Rubel unter Kontrolle
Für Transaktionen mit dem digitalen Rubel wurden zwei zusätzliche Funktionen eingeführt, die der Betrugsbekämpfung dienen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Sicherheit von Finanztransaktionen zu erhöhen und Kunden vor potenziellen Risiken zu schützen.
Fazit
Die Erweiterung der Indikatoren für betrügerische Transaktionen ist somit ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit von Finanztransaktionen zu gewährleisten und das Vertrauen in das Bankensystem zu stärken.



