
Die russische Zentralbank erwägt die Schaffung einer separaten Kategorie für Kryptobörsen und deren Lizenzierung. Dies gab Wladimir Tschistjuchin, Erster Stellvertretender Vorsitzender der Zentralbank, in einem Interview mit RIA Novosti bekannt. Er betonte, dass das Land bereits über die notwendige Infrastruktur für den Umgang mit Kryptowährungen verfüge und Transaktionen über bestehende Marktteilnehmer im Rahmen bestehender Lizenzen abgewickelt würden.
Möglichkeit einer neuen Lizenz
„Wir müssen prüfen, ob wir (die Zentralbank) eine separate Kategorie für Kryptobörsen einführen werden“, sagte Tschistjuchin. Er fügte hinzu, dass diese Kategorie möglicherweise eine neue Lizenz erfordern würde, dies aber noch diskutiert werden müsse. Dies unterstreicht die Bereitschaft der Regulierungsbehörde, den Kryptowährungsmarkt detaillierter zu regulieren.
Gespräche mit anderen Behörden
Die Zentralbank führt derzeit intensive Gespräche mit dem Finanzministerium, dem Föderalen Finanzüberwachungsdienst und anderen Regierungsbehörden über Vorschläge zur Regulierung von Kryptowährungen. Chistyukhin wies zudem darauf hin, dass die Regulierung von Kryptowährungen international große Aufmerksamkeit erfährt, insbesondere seitens der Financial Action Task Force (FATF).
Direkte Regulierung des Kryptomarktes
Die russische Zentralbank plant, den Kryptomarkt im Jahr 2026 direkt zu regulieren. Alle qualifizierten Anleger, nicht nur besonders qualifizierte, sollen Zugang zu Kryptowährungstransaktionen erhalten. Diese Änderung könnte den Kreis der Marktteilnehmer deutlich erweitern und die Transparenz erhöhen.
Daher arbeitet die russische Zentralbank kontinuierlich an ihrer Strategie zur Kryptowährungsregulierung, um ein sicheres und transparentes Umfeld für alle Marktteilnehmer zu schaffen.



