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Tadschikistan will Menschen wegen illegalen Kryptowährungs-Minings inhaftieren

Tadschikistan will Menschen wegen illegalen Kryptowährungs-Minings inhaftieren

Das tadschikische Parlament hat wichtige Änderungen des Strafgesetzbuches bezüglich des illegalen Kryptowährungs-Minings verabschiedet. Der neue Gesetzentwurf fügt Artikel 253(2) „Illegale Nutzung von Strom zur Herstellung virtueller Vermögenswerte“ hinzu, der strenge Strafen für Zuwiderhandlungen vorsieht.

Wichtigste Bestimmungen der Änderungen



Gemäß den neuen Bestimmungen werden für die illegale Nutzung von Strom zum Kryptowährungs-Mining folgende Strafen verhängt:

- Geldstrafen: 1.650 bis 4.070 tadschikische Dollar für Einzelverstöße.
- Gruppenverstöße: Wird der Verstoß von einer Gruppe in besonders großem Umfang begangen, betragen die Geldstrafen 4.125 bis 8.250 tadschikische Dollar sowie eine Freiheitsstrafe von zwei bis fünf Jahren.
- Stromdiebstahl: Der Diebstahl von Strom in besonders großem Umfang zum Zweck des Kryptowährungs-Minings durch eine Gruppe wird mit einer Freiheitsstrafe von fünf bis acht Jahren geahndet.

Probleme durch illegalen Bergbau



Der Generalstaatsanwalt Tadschikistans, Habibullo Vohidzoda, äußerte sich besorgt über die Folgen des illegalen Bergbaus, der in einigen Regionen des Landes zu Stromausfällen und -engpässen führt. Die Behörden befürchten zudem Stromdiebstahl durch illegale Minen, der dem Staat finanzielle Verluste verursacht und die Geldwäsche krimineller Erträge erleichtert.

Laut Vohidzoda beläuft sich der Gesamtschaden durch illegalen Bergbau in Tadschikistan auf 3,52 Millionen US-Dollar. Die Strafverfolgungsbehörden haben bereits etwa fünf Strafverfahren wegen des Schmuggels von Bergbauausrüstung und des illegalen Anschlusses an das staatliche Stromnetz eingeleitet.

Auswirkungen auf das Stromnetz



Ein Standard-ASIC-Miner verbraucht bis zu 3,5 kWh, leistungsstärkere Modelle etwa 5–6 kWh. Shukhrat Ganizoda, ein Mitglied des tadschikischen Parlaments, wies darauf hin, dass große Bergbaubetriebe Tausende von Hochleistungsgeräten einsetzen und dadurch das Stromnetz stark belasten. Kriminelle schließen häufig Strom ohne Zähler an, um Betriebskosten zu senken und Gewinne zu maximieren.

Ziele der Gesetzesänderungen



Die Änderungen des Strafgesetzbuches zielen auch darauf ab, Steuerhinterziehung durch Bergbauunternehmen zu verhindern. Sie treten nach der Unterzeichnung durch Präsident Emomali Rahmon in Kraft.

Tadschikistan unternimmt damit entscheidende Schritte im Kampf gegen den illegalen Bergbau, der das Energiesystem und die gesamte Wirtschaft des Landes negativ beeinflusst.
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