
Zum Ende der Arbeitswoche fiel der Bitcoin-Kurs (BTC) wieder auf die Tiefststände des Vortages zurück und notierte knapp unter 89.000 US-Dollar. Dies geschah vor dem Hintergrund fehlender neuer Kaufimpulse, was zu einer unsicheren Marktatmosphäre führte.
Fehlende neue Impulse
Die gestern veröffentlichten Daten zu den Anträgen auf Arbeitslosenversicherung hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Markterwartungen hinsichtlich einer möglichen Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) am 10. September. Dennoch dämpften die Daten den Optimismus, der zuvor durch positive Konjunkturdaten und Aussagen von US-Beamten gestützt worden war.
Kevin Hassett, der aussichtsreichste Kandidat für den Vorsitz der Fed ab dem nächsten Jahr und Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, merkte an, dass der geldpolitische Lockerungszyklus voraussichtlich im Dezember fortgesetzt wird. Bis dahin können jedoch nur Aussagen von Fed-Vertretern den Markt beeinflussen, da in naher Zukunft keine aussagekräftigen Konjunkturdaten erwartet werden.
Volatilität an den Finanzmärkten
Medien berichteten zuvor von einem uneinheitlichen Bild zwischen Befürwortern und Gegnern einer restriktiven Geldpolitik, was erhebliche Volatilität an den Finanzmärkten auslösen könnte. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Veröffentlichung der aktualisierten Leitzinsprognose für 2026 und 2027 relevant.
Prognosen und On-Chain-Ausblick
Laut Glassnode-Analysten befindet sich der Markt weiterhin in einem fragilen Gleichgewicht zwischen dem Risiko einer Kapitulation großer Käufer und der Bildung eines Bodens nach Erschöpfung der Verkaufsaktivitäten. Bei einem Kurs von 93.000 US-Dollar reagiert Bitcoin weiterhin äußerst empfindlich auf makroökonomische Schocks, bis der Kurs das 0,75-Quantil des Einstandspreises (95.800 US-Dollar) und anschließend das 0,85-Quantil (ca. 106.200 US-Dollar) durchbricht.
Analyst Axel Adler Jr. von CryptoQuant vertritt ebenfalls eine vorsichtige Position und geht davon aus, dass der Markt in eine tiefgreifende Korrekturphase eingetreten ist, die im vorherigen Zyklus ein ganzes Jahr andauerte.
Fazit
Die aktuelle Situation am Bitcoin-Markt zeugt somit von Unsicherheit und Vorsicht unter den Anlegern. Mangels neuer Impulse und bevorstehender Entscheidungen der US-Notenbank (Fed) beobachten die Marktteilnehmer weiterhin makroökonomische Indikatoren und Aussagen wichtiger Persönlichkeiten, da diese die zukünftige Kursentwicklung von Kryptowährungen erheblich beeinflussen könnten.



