Meta-CEO Mark Zuckerberg plant, die Finanzierung der Metaverse-Sparte, die er zuvor als Zukunft des Unternehmens und Grund für das Rebranding von Facebook bezeichnet hatte, deutlich zu kürzen. Dies berichtete Bloomberg unter Berufung auf unternehmensinterne Quellen.
Budgetkürzungen bei Reality Labs
Laut der Nachrichtenagentur erwägt das Management von Meta, das Budget für Reality Labs um 30 % zu kürzen. Diese Sparte ist für die Entwicklung des Metaverse verantwortlich, darunter die Horizon Worlds-Plattform und das Quest VR-Headset.
Eine solch drastische Budgetkürzung könnte zu Entlassungen führen, eine endgültige Entscheidung hierzu steht jedoch noch aus, so Bloomberg.
Reaktion der Anleger
Die Anleger reagierten positiv auf die geplanten Kürzungen. Die Meta-Aktien stiegen nach der Ankündigung der Kostensenkungspläne in der Metaverse-Sparte. Dies deutet darauf hin, dass der Markt die Entscheidung des Unternehmens zur Kostenoptimierung unterstützt.
Kostenoptimierung im Metaverse
Im vergangenen Monat hielt Zuckerberg eine Reihe von Treffen auf Hawaii ab, um die Budgetplanung für 2026 zu besprechen. Er ordnete eine Kürzung von 10 % in allen Ausgabenbereichen an und bezeichnete dies als Standardmaßnahme zur Optimierung. Das Team, das das Metaverse entwickelt, wurde aufgefordert, sein Budget sogar noch weiter zu kürzen, da das Unternehmen „nicht mit dem erwarteten Wettbewerb konfrontiert“ sei. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2021 haben sich die kumulierten Verluste des Teams auf über 70 Milliarden US-Dollar belaufen.
Verlagerter Fokus
Zuckerberg erwähnt das Metaverse in den Telefonkonferenzen zu den Geschäftszahlen seltener und konzentriert sich stattdessen auf dringlichere Themen wie künstliche Intelligenz und Hardwarelösungen, darunter Metas Ray-Ban Smart Glasses. Dies könnte auf eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens angesichts der zunehmenden Marktunsicherheit hindeuten.
Neues Support-Center
Zusätzlich zu den Änderungen in der Finanzierung hat Meta seinen Fokus auf den Kundensupport verstärkt und ein zentrales Hilfecenter für Facebook- und Instagram-Nutzer eingerichtet. Das Unternehmen räumte ein, dass frühere Lösungen „nicht immer die Erwartungen erfüllten“.
Die neue Plattform bietet Tools zum Melden von Problemen und zum Wiederherstellen des Kontozugriffs. Nutzer können zudem mithilfe einer KI-gestützten Suche Antworten finden, was das Kundenerlebnis verbessern soll.
Fazit
Die Kürzung der Metaverse-Finanzierung um 30 % verdeutlicht die veränderten Prioritäten von Meta angesichts finanzieller Unsicherheit und zunehmenden Wettbewerbs. Während das Unternehmen weiterhin nach neuen Wegen zur Kostenoptimierung sucht, könnte die Fokussierung auf Kundensupport und andere Bereiche wie künstliche Intelligenz entscheidend für den zukünftigen Erfolg sein.