In den letzten Tagen wurde in der Kryptowelt intensiv über die Situation von Strategy diskutiert, einem Unternehmen, das bedeutende Bitcoin-Bestände verwaltet. Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, erklärte, dass das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände (BTC) selbst bei einem Kursrückgang nicht verkaufen müsse. Wer etwas anderes behaupte, sei schlichtweg realitätsfremd.
Resilienz gegenüber Kursrückgängen
Hougan betonte, dass ein Rückgang des MSTR-Aktienkurses unter den Nettoinventarwert (NAV) keine Reduzierung der Bitcoin-Position des Unternehmens erforderlich machen würde. Er merkte an, dass das hypothetische Szenario, in dem Strategy seine gesamten Bitcoin-Bestände im Wert von rund 60 Milliarden US-Dollar verkaufen müsste, äußerst negativ und unwahrscheinlich sei.
„Da die Anleihen erst 2027 fällig werden und ausreichend liquide Mittel zur Deckung der Zinszahlungen für absehbare Zeit vorhanden sind, sehe ich das schlichtweg nicht kommen“, so Hougan. <<<<
Bedenken und Kommentare des CEO
Trotz Hougans Zuversicht gaben die Äußerungen von Strategy-CEO Phong Le Anlass zur Sorge. Le erwähnte die Möglichkeit, einen Teil seiner Bitcoin-Bestände als „letzte Option“ zu verkaufen, falls die Marktkapitalisierung des Unternehmens unter den Wert seiner Krypto-Assets fallen sollte. Diese Aussage löste eine rege Diskussion unter Investoren und Analysten aus.
Laut Le könnte der Verkauf einiger Coins ein akzeptabler Schritt zur Erfüllung der Aktionärspflichten sein, wenn die Prämie auf den Nettoinventarwert (mNAV) verschwindet, insbesondere wenn die Ausgabe neuer Wertpapiere zu einer stärkeren Verwässerung führt. In diesem Fall würde sich der Gewinn je Aktie (EPS) von Bitcoin verbessern.
Kapitalisierung und Risiken
Die Marktkapitalisierung von Strategy ist seit Jahresbeginn um mehr als 50 % gesunken, wodurch die Aufnahme in Indizes wie den MSCI USA und den Nasdaq 100 gefährdet ist. Dies könnte zu einer geringeren Liquidität der Wertpapiere, steigenden Finanzierungskosten und einem sinkenden Interesse der Anleger führen.
Laut JPMorgan verwaltet Strategy Fondsanlagen im Wert von rund 9 Milliarden US-Dollar, davon 2,8 Milliarden US-Dollar in MSCI-USA-Tracking-Fonds. Dies unterstreicht die Bedeutung der Indexplatzierung für das Unternehmen.
Die Krise überstehen
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten ist Hougan der Ansicht, dass die Lage von Strategy „nicht so dramatisch“ ist. Er ist zuversichtlich, dass das Unternehmen über ausreichende Finanzkraft verfügt, um die aktuellen Marktschwankungen zu überstehen und seine Bitcoin-Bestände zu sichern.
Zusammenfassend
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation um Strategy zwar Anlass zur Sorge gibt, Experten wie Matt Hougan jedoch zuversichtlich sind, dass das Unternehmen diese Herausforderungen meistern und seine Position auf dem Kryptowährungsmarkt behaupten kann.