
Bitcoin festigt seine Position im globalen Zahlungssystem kontinuierlich und ist hinsichtlich des Transaktionsvolumens bereits mit den größten Zahlungsnetzwerken vergleichbar. Laut einem Bericht des Analyseunternehmens Glassnode wurden im vierten Quartal 2025 Transaktionen im Wert von 6,9 Billionen US-Dollar über das Bitcoin-Netzwerk abgewickelt. Dieser Wert liegt bereits nahe an der Größenordnung von Visa und Mastercard, die im gleichen Zeitraum Transaktionen im Wert von 4,25 Billionen bzw. 2,63 Billionen US-Dollar verarbeiteten.
On-Chain-Aktivität und ihre Bedeutung
Obwohl ein Teil der Transaktionen über ETFs und Broker abgewickelt wird, bleibt die On-Chain-Aktivität von Bitcoin hoch. Analysten weisen darauf hin, dass Bitcoin und Stablecoins aufgrund ihrer ständigen Verfügbarkeit und Unabhängigkeit von der traditionellen Bankeninfrastruktur weiterhin den Zahlungsverkehr innerhalb des Blockchain-Ökosystems dominieren.
Ohne interne Überweisungen zwischen Adressen desselben Inhabers beträgt der wirtschaftliche Umsatz von Bitcoin etwa 870 Milliarden US-Dollar pro Quartal, was etwa 7,8 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Diese Zahlen liegen zwar deutlich unter dem täglichen Transaktionsvolumen von Visa und Mastercard, das konstant über 25 Milliarden US-Dollar liegt. Experten betonen jedoch, dass Bitcoin bereits ein eigenes internationales Abwicklungsmodell entwickelt, das sowohl von institutionellen als auch von privaten Marktteilnehmern nachgefragt wird.
Bitcoin-Akzeptanz weltweit
Laut BTCmap akzeptieren weltweit rund 20.000 Händler die Kryptowährung. Das Visa-Netzwerk ist hingegen mit 175 Millionen Standorten verbunden, was die erhebliche Diskrepanz zwischen Kryptowährungen und traditionellen Zahlungssystemen verdeutlicht. Die wachsende Zahl von Händlern, die Bitcoin akzeptieren, deutet dennoch auf dessen zunehmende Popularität und Akzeptanz hin.
Die Rolle von Stablecoins bei grenzüberschreitenden Überweisungen
Stablecoins gewinnen auch bei grenzüberschreitenden Überweisungen an Bedeutung. Experten von Glassnode schätzen den durchschnittlichen täglichen On-Chain-Umsatz dieser Anlageklasse auf 225 Milliarden US-Dollar. Allerdings ist anzumerken, dass rund 70 % der Transaktionen mit Trading-Bots in Verbindung stehen, während echte Nutzer nur etwa 20 % ausmachen. Experten betonen, wie wichtig es ist, dass Regulierungsbehörden zwischen algorithmischer und organischer Aktivität unterscheiden, um das tatsächliche Ausmaß der Akzeptanz digitaler Währungen und deren Auswirkungen auf das Finanzsystem präzise zu erfassen.
Zusammenfassend
Bitcoin gewinnt somit weiter an Popularität und entwickelt sich zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten traditioneller Zahlungssysteme wie Visa und Mastercard. Trotz bestehender Unterschiede im Transaktionsvolumen wächst seine Rolle im internationalen Zahlungsverkehr und im Finanzökosystem stetig. Angesichts der steigenden Anzahl von Händlern und der zunehmenden On-Chain-Aktivität ist zu erwarten, dass Bitcoin und Stablecoins in der zukünftigen Finanzlandschaft eine immer wichtigere Rolle spielen werden.



