Der Bitcoin-Kurs (BTC) hat eine deutliche Kursumkehr vollzogen und die 90.000-Dollar-Marke erneut überschritten. Laut CoinMarketCap stieg der Kurs in den letzten 24 Stunden um 6.000 Dollar, was ein bedeutendes Ereignis auf dem Kryptowährungsmarkt darstellt. Der plötzliche Anstieg wurde von massiven Short-Liquidationen begleitet – laut Coinglass wurden in der letzten Stunde fast 140 Millionen Dollar verkauft.
„Der Vanguard-Effekt“
Eric Balchunas, leitender ETF-Analyst bei Bloomberg, führte den rasanten Anstieg der Kryptowährung auf den sogenannten „Vanguard-Effekt“ zurück. Seinen Angaben zufolge stieg der Kurs unmittelbar nach Börsenbeginn in den USA um 6 %. Balchunas geht davon aus, dass dies kein Zufall ist, sondern die Folge der Aufhebung des Verbots für den Handel mit Bitcoin-ETFs bei Vanguard, die am 2. Dezember bekannt gegeben wurde.
„Der IBIT verzeichnete in den ersten 30 Handelsminuten ein Volumen von 1 Milliarde Dollar.“ „Selbst die konservativsten Kunden von Vanguard peppen ihr Portfolio gerne etwas auf“, bemerkte Balchunas. Er gab außerdem zu, dass er nicht damit gerechnet hatte, dass Vanguard eine Bitcoin-Rettung in seine Prognose für 2025 aufnehmen würde.
Händler kapitulieren angesichts der Krypto-Winter-Signale
Inmitten institutioneller Euphorie haben On-Chain-Analysten von CryptoQuant festgestellt, dass Bitcoin-Händler im Spot-Handel die größten Verluste dieses Zyklus erleiden. „Seit zwei Wochen verzeichnet diese Anlegergruppe Verluste zwischen 20 % und 25 %“, berichtete CryptoQuant. Dies spiegele ihrer Ansicht nach ein klares Kapitulationsverhalten wider.
Prognosen und gegensätzliche Meinungen
Der Kontrast in der aktuellen Situation wird durch die stark pessimistischen Prognosen noch verstärkt. Die Analysten von TradingBitcoin glauben, dass Bitcoin seinen Tiefpunkt bei 25.000 US-Dollar erreichen könnte, aber „irgendwann im Jahr 2026“. Sie glauben, der Rückgang spiegele das historische Verhalten der führenden Kryptowährung wider und erfolge innerhalb eines Zyklus von 1420 bis 1450 Tagen.
Dennoch prognostizierte Grayscale für Bitcoin ein neues Allzeithoch (ATH) im Jahr 2026, was den Optimismus der Anleger weiter beflügelte.
Fazit
Der rasante Anstieg des Bitcoin-Kurses über 90.000 US-Dollar, angetrieben durch den „Vanguard-Effekt“, unterstreicht die Dynamik und Unberechenbarkeit des Kryptowährungsmarktes. Trotz der aktuellen Euphorie sind sich die Analysten uneins, und Anleger sollten weiterhin wachsam gegenüber potenziellen Risiken bleiben. Die Zeit wird zeigen, ob Bitcoin seine Position halten kann oder künftig vor neuen Herausforderungen steht.