
Republikanische Abgeordnete des Finanzausschusses und des Unterausschusses für Aufsicht des US-Repräsentantenhauses veröffentlichten einen Abschlussbericht, in dem sie ein Problem namens „Denial-of-Service“ für digitale Vermögenswerte beschreiben. Das Dokument wirft der vorherigen Regierung unter Ex-Präsident Joe Biden vor, den Zugang zu Finanzdienstleistungen für zahlreiche Kryptowährungsunternehmen und -personen eingeschränkt zu haben.
Vorwürfe der „Operation Choke Point 2.0“
In einer am Montag veröffentlichten Erklärung warfen der Vorsitzende des Finanzausschusses, French Hill, und der Vorsitzende des Unterausschusses für Aufsicht, Dan Mueser, den Aufsichtsbehörden unter der Biden-Regierung vor, Banken durch „vage Regeln“, „übermäßigen Ermessensspielraum“, „informelle Richtlinien“ und „aggressive Durchsetzungsmaßnahmen“ unter Druck gesetzt zu haben, Kunden mit digitalen Vermögenswerten den Zugang zu Finanzdienstleistungen zu verweigern. Viele Republikaner bezeichnen diese Maßnahmen als „Operation Choke Point 2.0“ und spielen damit auf ähnliche, in der Vergangenheit ergriffene Maßnahmen an.
Der Bedarf an gesetzgeberischen Maßnahmen
Der Bericht betont die Notwendigkeit gesetzgeberischer Maßnahmen, um mehr Klarheit in der Kryptowährungsbranche zu schaffen. Hill und Mueser erklärten, der Kongress solle den Digital Asset Market Framework Act (CLARITY Act) sowie weitere Gesetzesentwürfe zur Regulierung des Kryptowährungsmarktes verabschieden.
„Der CLARITY Act verhindert künftige Transaktionsbeschränkungen, indem er den bisherigen Regulierungsansatz der SEC umkehrt. Er ermöglicht Marktteilnehmern, in den USA unter klaren Regeln legal zu agieren und stellt klar, dass Banken am Ökosystem digitaler Vermögenswerte teilnehmen können“, heißt es in dem Bericht.
Aktueller Stand des Gesetzesentwurfs
Der Digital Asset Market Framework Act, der im Juli vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde, liegt derzeit dem Landwirtschaftsausschuss und dem Bankenausschuss des Senats vor, die beide von Republikanern geführt werden. Weitere Diskussionen und mögliche Änderungen des Gesetzesentwurfs werden in den kommenden Monaten erwartet.
Fazit
Die Verabschiedung des CLARITY Act und weiterer Gesetzesentwürfe könnte ein wichtiger Schritt hin zu einem klareren und berechenbareren regulatorischen Umfeld für die Kryptowährungsbranche in den Vereinigten Staaten sein. Republikaner betonen die Notwendigkeit, die Rechte von Marktteilnehmern zu schützen und Unternehmen, die mit digitalen Vermögenswerten arbeiten, den Zugang zu Finanzdienstleistungen zu gewährleisten. Angesichts des wachsenden Interesses an Kryptowährungen und deren Integration in das Finanzsystem könnten solche Maßnahmen die Zukunft des Sektors maßgeblich beeinflussen.



