
Am 1. Dezember erlebte der Kryptowährungsmarkt einen weiteren starken Kurssturz, der zu deutlichen Preisverlusten bei den wichtigsten Kryptowährungen führte. Bitcoin fiel um fast 7 % und rutschte unter 84.000 US-Dollar, Ethereum gab ebenfalls um 7 % nach und rutschte unter 2.800 US-Dollar. Der Kurs von Solana sank um fast 8 %. Dieser Rückgang setzte eine Verkaufswelle fort, die sich in der vergangenen Woche nach den Massenliquidationen Anfang Oktober teilweise abgeschwächt hatte.
Gründe für den Rückgang
Im November verlor der Kryptowährungsmarkt aufgrund von Zwangsliquidationen 17 % seines Wertes, der Verkaufsdruck ließ jedoch in der vergangenen Woche etwas nach. Dennoch verstärkte der Kurssturz vom 1. Dezember die Abwärtsrisiken. Sean McNulty, Leiter des Derivatehandels bei FalconX im asiatisch-pazifischen Raum, merkte an, dass der Dezember traditionell eine Zeit geringerer Risikobereitschaft sei. Er fügte außerdem hinzu:
>>>> „Unsere größte Sorge gilt dem Ausbleiben von Zuflüssen in Bitcoin-ETFs und der mangelnden Bereitschaft, Kursrückgänge zu nutzen. Wir gehen davon aus, dass der strukturelle Druck diesen Monat anhalten wird. Die nächste wichtige Unterstützung für Bitcoin liegt bei 80.000 US-Dollar.“<<<<
Japans Einfluss auf den Markt
Ein Faktor, der den Kryptowährungsmarkt unter Druck setzte, war die Andeutung des Gouverneurs der Bank von Japan, Kazuo Ueda, auf eine mögliche Zinserhöhung im Dezember. Diese Aussage ließ die Renditen japanischer Staatsanleihen deutlich ansteigen, was laut Analysten negative Auswirkungen auf risikoreiche Anlagen, einschließlich Bitcoin, haben könnte.
CoinEx-Chefanalyst Jeff Koh merkte an:
>>>> „Der Anstieg der Renditen japanischer Staatsanleihen hat die Wahrscheinlichkeit einer raschen Auflösung der Yen-basierten Carry-Trade-Strategie erhöht. Dies hat in der Vergangenheit Druck auf globale Risikoanlagen, einschließlich Kryptowährungen, ausgeübt.“ <<<<
Marktreaktion
Am selben Tag veröffentlichte Strategy, ein Unternehmen mit einem bedeutenden Bitcoin-Bestand, eine wichtige Ankündigung, die sich ebenfalls auf die Anlegerstimmung auswirken könnte. Angesichts der Unsicherheit und steigender Risiken begannen viele Händler, ihre Positionen zu überdenken, was zu weiteren Kursverlusten führte.
Fazit
Der starke Kursverfall von Bitcoin am 1. Dezember war auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter das Signal der Bank of Japan zur Zinserhöhung und ein allgemeiner Trend zu geringerer Risikobereitschaft im Dezember. Anleger bleiben vorsichtig, und die weitere Marktentwicklung wird von makroökonomischen Faktoren und der Marktstimmung abhängen. Es ist wichtig, wichtige Unterstützungsniveaus und die Reaktion des Marktes auf Veränderungen in der Weltwirtschaft zu beobachten.



