
Am Sonntagabend fiel der Bitcoin-Kurs (BTC) unter 86.500 US-Dollar. Grund dafür waren makroökonomischer Druck und ein Hackerangriff auf die Yearn Finance-Plattform. Diese Ereignisse veranlassten Anleger, risikoärmere Positionen einzunehmen, was zu einem massiven Ausverkauf am Kryptowährungsmarkt führte.
Starker Kursverfall
Innerhalb der letzten 24 Stunden verlor Bitcoin 4,8 % seines Wertes und erreichte um 23:40 Uhr einen Kurs von 86.310 US-Dollar. Auch andere wichtige Kryptowährungen verzeichneten deutliche Kursverluste: Ether (ETH) fiel um 5,36 % auf 2.827 US-Dollar, XRP um 6,39 % auf 2,05 US-Dollar und Solana (SOL) um 6,41 % auf 126 US-Dollar.
Der massive Ausverkauf begann am Sonntagabend, als der Bitcoin-Kurs innerhalb von nur drei Stunden von 91.300 US-Dollar um 19:00 Uhr auf fast 87.000 US-Dollar sank. Dieser Kurssturz ließ Bitcoin auf das Niveau des Abschwungs Mitte bis Ende November zurückfallen und machte die fünftägige Erholung über 90.000 US-Dollar zunichte. In den letzten vier Stunden sank die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptowährungsmarktes um 4,5 % und verlor über 144 Milliarden US-Dollar.
Gründe für den Kursverfall
Bitcoins kurzfristige Rallye zu Monatsbeginn wurde von den wachsenden Erwartungen einer Zinssenkung der US-Notenbank im Dezember getrieben. Analysten der CME Group sehen eine Wahrscheinlichkeit von 87,4 % für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Viele Experten sind jedoch der Ansicht, dass die Hoffnung auf eine Zinssenkung allein nicht ausreicht, um den Aufwärtstrend des Marktes wiederzubeleben.
„Es geht mehr um die Positionierung als um Fundamentaldaten“, sagte Rachel Lucas, Kryptoanalystin bei BTC Markets. Sie merkte an, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember auf 85 % gestiegen sei, der Markt dies aber bereits vor einigen Monaten, während der Rallye im September und Oktober, eingepreist habe.
Makroökonomischer Druck
Laut Lucas bleibt die Risikobereitschaft durch „hohe Inflation und die Diskussionen um Zölle“ weiterhin gedämpft. Dieser makroökonomische Druck, gepaart mit monatlichen Abflüssen von 3,5 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-ETFs im November und der Liquidation von Milliarden US-Dollar an gehebelten Long-Positionen seit Mitte November, treibt eine, wie Lucas es nannte, „klassische Abwärtsspirale“ an.
Fazit
Die Lage am Kryptowährungsmarkt bleibt angespannt, und Anleger beobachten weiterhin die Veränderungen im makroökonomischen Umfeld. Der Rückgang des Bitcoin-Kurses unter 86.000 US-Dollar unterstreicht die Volatilität des Kryptowährungsmarktes und die Notwendigkeit eines vorsichtigen Anlageansatzes in einem unsicheren Umfeld.



