
Tron-Gründer Justin Sun gab bedeutende Fortschritte im Rechtsstreit um die Rückgewinnung der Vermögenswerte des Stablecoins TrueUSD (TUSD) bekannt. In einer am 28. November auf X veröffentlichten Erklärung ging er auf die Entscheidung des Dubai International Financial Centre (DIFC) ein, die Vermögenswerte derjenigen einzufrieren, die an einem massiven Diebstahl von Reserven beteiligt waren.
500 Millionen US-Dollar Diebstahl
Laut Sun beläuft sich die Summe auf rund 500 Millionen US-Dollar, die eine Gruppe von Finanzintermediären durch dubiose Anlagegeschäfte veruntreut hat. Der Unternehmer betonte, dass er die entstandene Liquiditätslücke bereits mit seinem Privatvermögen geschlossen habe, was seinen Entschluss zur Rückgewinnung der Vermögenswerte unterstreicht.
„Risikoarmes“ Anlagegeschäft
Sun erklärte, dass die Probleme mit den Sicherheiten von TUSD nicht auf operative Fehler des Managements, sondern auf das Handeln externer Manager zurückzuführen seien. Gerichtsdokumente, die von Techteryx, dem Eigentümer von TUSD, eingereicht wurden, deuten darauf hin, dass das betrügerische System auf Lügen und Fälschungen beruhte.
„Techteryx wurde dazu überredet, Gelder unter dem Deckmantel von Investitionen im Aria Commodity Finance Fund zu verwalten. Das Instrument wurde als risikoarm, liquide und durch renommierte Institutionen versichert beworben. Tatsächlich wurden jedoch 500 Millionen US-Dollar an ein privates Unternehmen, Aria Commodities DMCC, in Dubai umgeleitet, das von Verwandten der Organisatoren des Betrugs kontrolliert wird“, erklärte er.
Die globale Dimension des Betrugs
Die Ermittlungen deckten die globale Dimension des Betrugs mit Zentren in Dubai und Hongkong auf. Die Gelder flossen durch eine Kette von Jurisdiktionen, darunter die Kaimaninseln, die USA, Großbritannien und Singapur. Anstatt in sichere Anlagen zu investieren, wurden die Gelder in illiquiden und ausgesprochen dubiosen Projekten „versteckt“.
Zu den identifizierten Investitionszielen gehörten:
- Eine unrentable Bitumenanlage in den VAE.
- Kohleabbaurechte in Afrika.
- Kryptowährungstransaktionen mit der insolventen Börse FTX.
- Nicht existierende Infrastruktur- und Energieprojekte.
Fazit
Justin Sun setzt sich weiterhin aktiv für die Rückgewinnung der TUSD-Vermögenswerte und die Strafverfolgung der Verantwortlichen für den Diebstahl ein. Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung von Transparenz und Zuverlässigkeit im Umgang mit Kryptowährungen sowie die Notwendigkeit einer strengen Überwachung von Anlageprogrammen, um ähnliche betrügerische Aktivitäten in Zukunft zu verhindern.



