Die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) erwägt die Einführung eines neuen Systems, das Verwahrstellen und Handelsdienstleister für digitale Vermögenswerte zur Meldung und Registrierung bei den Behörden verpflichtet, bevor sie ihre Dienste Kryptowährungsbörsen anbieten dürfen.
Diskussion über neue japanische Finanzsystemvorschriften
Laut Nikkei erörterte eine Arbeitsgruppe des Finanzsystemrates, eines Beratungsgremiums des japanischen Premierministers, das Thema am 7. November. Die geltenden Vorschriften verpflichten Kryptobörsen zur sicheren Verwaltung von Einlagen, einschließlich der Verwahrung von Kundengeldern in Cold Wallets. Für Drittanbieter, die mit Börsen zusammenarbeiten, existieren jedoch keine vergleichbaren Vorschriften.
Verantwortlichkeiten der FSA für Verwahrstellen
Die FSA plant, verbindliche Anforderungen für Verwahrstellen und Handelsdienstleister einzuführen und Börsen zu verpflichten, ausschließlich Systeme dieser registrierten Verwahrstellen zu nutzen. Ziel ist es, Sicherheitslücken zu schließen, die zu Diebstahl oder Systemausfällen führen könnten. Der Bericht erwähnt den Bitcoin-Hack von DMM im Jahr 2024, bei dem rund 48,2 Milliarden Yen (312 Millionen US-Dollar) gestohlen wurden. Der Hacker verschaffte sich Zugang über das in Tokio ansässige Softwareunternehmen Ginco, an das DMM seine Handelsaktivitäten ausgelagert hatte.
Unterstützung für das neue System in Japan
Dem Bericht zufolge befürwortete die Mehrheit der Mitglieder der Arbeitsgruppe das vorgeschlagene neue System und forderte mehr Transparenz bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte. Die japanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) plant, in Kürze einen Bericht auf Grundlage dieser Diskussionen zu erstellen und beabsichtigt, während der regulären Sitzung des japanischen Parlaments (Diet) im Jahr 2026 Änderungen am Finanzinstrumente- und Börsengesetz vorzulegen.
Förderung von Stablecoins
Die FSA hat unterdessen ihre Bemühungen zur Förderung lokaler Stablecoin-Projekte verstärkt. Im vergangenen Monat genehmigte die Behörde das erste Projekt des Landes und unterstrich damit Japans Engagement für die Entwicklung und Regulierung des Marktes für digitale Vermögenswerte.
Zusammenfassend
Die von der FSA entwickelten neuen Regeln könnten die Landschaft der Krypto-Verwahrung und -Verwaltung in Japan grundlegend verändern und Nutzern mehr Sicherheit und Schutz bieten.
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