Der Kryptowährungsmarkt zeigt weiterhin eine negative Entwicklung, und dafür gibt es mehrere triftige Gründe. Während der US-Shutdown andauert, die Beziehungen zwischen Donald Trump und China angespannt bleiben und die US-Notenbank Federal Reserve keine Eile hat, die Zinsen zu senken, verlieren auch die Aktien amerikanischer Technologiekonzerne an Wert. Vor diesem Hintergrund sinken die Kurse von Kryptowährungen weiter.
Bitcoin unter Druck
Vom 31. Oktober bis zum 7. November 2025 fiel der Bitcoin-Kurs (BTC) um 6,61 %. Am 4. November rutschte die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung erstmals seit dem 22. Juni unter die Marke von 99.000 US-Dollar.
Laut Citigroup-Analyst Alex Saunders lag das Hauptproblem für Bitcoin in dieser Woche im Verhalten großer Marktteilnehmer, sogenannter „Wale“. Die Anzahl der Adressen mit signifikanten BTC-Beständen sinkt, während die Anzahl kleinerer Inhaber steigt. Dies deutet darauf hin, dass große Investoren begonnen haben, ihre Bitcoin-Bestände zu verkaufen.
ETF-Abflüsse
Die Daten von Saunders werden durch Spot-Bitcoin-ETF-Statistiken gestützt. Letzte Woche verzeichneten ETFs an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen Abflüsse. Vom 29. Oktober bis zum 5. November zogen Anleger über sechs Tage hinweg Geld aus den Fonds ab – die längste Serie seit August. Dies deutet auf ein sinkendes Vertrauen der Anleger in weiteres Bitcoin-Wachstum hin.
Marktnervosität
Die Nervosität unter Bitcoin-Besitzern lässt sich dadurch erklären, dass fast ein Drittel von ihnen (mehr als 28 %) derzeit Verluste erleidet. Analysten der CryptoQuant-Plattform weisen darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kursrückgangs steigt, je länger der Kurs unter Druck steht.
Technische Analyse
Aus technischer Sicht bleibt der Bitcoin-Trend abwärtsgerichtet. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt, und der Relative-Stärke-Index (RSI) ist unter 50 gefallen, hat aber den überverkauften Bereich noch nicht erreicht. Die Unterstützungs- und Widerstandsniveaus im Tageschart deuten auf mögliche weitere Preisschwankungen hin.
Wie geht es weiter?
Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage und Marktstimmung prognostizieren Experten einen kurzfristigen weiteren Kursrückgang bei Kryptowährungen. Anleger sollten die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Situation und das Verhalten der wichtigsten Marktteilnehmer genau beobachten, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.