In einem kürzlich geführten Interview mit CNBC äußerte sich Michael Saylor, CEO von Strategy, optimistisch zur Zukunft von Bitcoin. Er bezeichnete die vergangenen zwölf Monate als „das positivste Jahr in der Geschichte der Kryptoindustrie“ und hob hervor, dass Washington erstmals eine einheitliche Haltung zu Krypto-Assets einnehme.
Anerkennung von Krypto-Assets
Saylor betonte, dass das Weiße Haus Bitcoin als „digitales Gold“ anerkannt habe, was einen bedeutenden Fortschritt für die gesamte Branche darstelle. Er merkte zudem an, dass die US-Börsenaufsicht SEC die Tokenisierung von Wertpapieren unterstütze und das US-Finanzministerium aktiv die Verwendung von Stablecoins fördere. Auch der neue Leiter der US-Aufsichtsbehörde für den Warenterminhandel (CFTC) habe eine kryptofreundliche Haltung eingenommen und damit ein günstigeres Umfeld für die Entwicklung der Kryptoindustrie geschaffen.
Infrastruktur großer Banken
Saylor merkte an, dass große Banken wie JPMorgan, Citigroup und BNY Mellon begonnen haben, die Infrastruktur für Bitcoin-besicherte Speicherung und Kreditvergabe vorzubereiten. Er glaubt, dies markiere den Beginn eines neuen institutionellen Wachstumszyklus, der zu einem signifikanten Anstieg der Kryptopreise führen könnte.
Bitcoin-Preisprognosen
Der Unternehmer prognostizierte, dass der Bitcoin-Preis eines Tages 20 Millionen US-Dollar erreichen wird. Er glaubt außerdem, dass BTC bis Ende des Jahres 150.000 US-Dollar erreichen könnte, was den Weg für einen 10-Jahres-Zyklus mit dem Potenzial einer Verzehnfachung des Preises ebnen würde. Saylor betonte, dass Bitcoin nicht länger im Gegensatz zum traditionellen Finanzsystem stehe, sondern zu einem integralen Bestandteil desselben werde.
Institutionelle Akzeptanz
Saylor erwähnte außerdem, dass S&P erstmals einem Unternehmen mit einer Bitcoin-Reserve ein B-Rating verliehen hat. Dies sei ein deutliches Zeichen für die zunehmende institutionelle Akzeptanz digitaler Vermögenswerte. Er sprach über die Einführung von vier neuen Instrumenten – Strike, Strife, Stride und Stretch –, die Dividenden zwischen 8 % und 12,5 % bieten. Alle Zahlungen werden als Kapitalrückzahlung berechnet und sind steuerfrei, was einer Rendite von 16–20 % entspricht.
Die Aufspaltung der Kryptoindustrie
Laut Saylor hat sich die Kryptoindustrie in zwei Bereiche aufgespalten: digitales Kapital (Bitcoin und tokenisierte Vermögenswerte) und digitale Finanzen (Stablecoins, Börsen, tokenisierte Aktien und Anleihen). Er merkte zudem an, dass künstliche Intelligenz Stablecoins für Zahlungen nutzen und in Bitcoin als langfristigen Wertspeicher investieren werde.
Zusammenfassend
Laut Saylors Prognose wird eine Strukturierung der Branche die Bitcoin-Volatilität reduzieren und langfristig ein Wachstum von 30 % sichern. Diese Veränderungen könnten den Weg für eine neue Entwicklungsphase der Kryptoindustrie ebnen und Investoren und Nutzern neue Perspektiven eröffnen.