Die SEC verstärkt ihr Team, um sich mit Kryptowährungen zu befassen und arbeitet in einem Umfeld regulatorischer Unsicherheit, das mehr Klarheit erfordert.
Die Finanzmarktaufsichtsbehörden interessieren sich zunehmend für die Geschehnisse in der Welt der Kryptowährungen. Darunter ist auch eine, die den Lesern bereits bekannt ist.
In den USA verstärkt die Securities and Exchange Commission (SEC) ihre Bemühungen, den Bitcoin- und Kryptowährungsmarkt stärker zu beaufsichtigen und zu überwachen, was mehr Ressourcen und engagierte Mitarbeiter erfordert. Diese Richtung, die schon vor einiger Zeit eingeschlagen wurde, wird nun in konkrete Maßnahmen umgesetzt, wobei neue Versuche unternommen werden, Spezialisten in diesem Sektor einzustellen, wenn auch nur auf juristischer Ebene.
SEC will einen größeren Anteil an der Regulierung von Kryptowährungen
Die SEC versucht, ihre Präsenz im Kryptowährungssektor zu verstärken, indem sie versucht, drei neue Anwälte für ihre Abteilung zur Bekämpfung von Verbrechen und Missbrauch in diesem Sektor einzustellen.
Der Schritt signalisiert den weiteren Wunsch der Behörde, ihren Einfluss bei der Regulierung des Kryptowährungsmarktes in den USA zu erhöhen, in einem kompromisslosen Kampf gegen die CFTC, eine Einrichtung, die behauptet, den Markt zu kontrollieren, zumindest was Bitcoin, Ethereum und die wichtigsten Kryptowährungen betrifft, die als Rohstoffe gelten.
Die neuen Beamten werden für die Durchführung von stichprobenartigen Untersuchungen zu Krypto-Assets und Cyber-Problemen sowie für die Abfassung von Vorladungen, die Befragung von Zeugen und die Auswertung von Aussagen zuständig sein.
Die SEC agiert jedoch in einem Umfeld ohne Regeln
Trotz ihrer Absicht, ihre Präsenz im Kryptowährungssektor zu verstärken, agiert die SEC in einem Umfeld der regulatorischen Unsicherheit. Der Vorsitzende der SEC, Gary Gensler, hat den Kongress dazu gedrängt, nicht einzugreifen, da er der Meinung ist, dass die aktuellen Nexus-Gesetze ausreichen, um Kryptowährungen zu regulieren. Dieser Ansatz steht jedoch im Einklang mit der so genannten "Regulierung durch Durchsetzung", einer Strategie, die die Behörde in der Vergangenheit zur Regulierung des Marktes ohne die Verabschiedung spezifischer neuer Gesetze angewandt hat und die ihr einen großen Ermessens- und Willkürspielraum lässt.
Diese Strategie hat in der Kryptowährungsbranche einige Bedenken hervorgerufen, wobei viele argumentieren, dass eine größere regulatorische Klarheit erforderlich ist, um ein stabiles und nachhaltiges Wachstum des Sektors zu gewährleisten. Einige Branchenführer, wie der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, fordern mehr Klarheit und ein Eingreifen der Regulierungsbehörden durch den Kongress, was sich wahrscheinlich im jüngsten Gerichtsstreit gegen die SEC selbst fortsetzen wird - und was die Wettdienste von Coinbase betrifft.