Kerninflation in Japan erreicht Zweijahrestief
Jüngsten Berichten zufolge ist die Kerninflation in Japan auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Dieses aktuelle wirtschaftliche Ergebnis wird die Pläne Japans zur Anhebung der Zinssätze voraussichtlich verzögern.
Der japanische Verbraucherpreisindex (CPI) entsprach der mittleren Marktprognose und verlangsamte sich im Vergleich zum Wachstum von 2,4 % im Dezember. Wirtschaftsdaten aus Japan zeigen, dass die jährliche Kerninflation auf ein Zweijahrestief gefallen ist und damit dem Januar-Ziel der Zentralbank entspricht. Dieses Ergebnis deutet auf einen nachlassenden Preisdruck hin, was die Entscheidung der Regierung über eine Zinserhöhung potenziell erschwert.
Bank of Japan hat keine Eile bei der Wiederaufnahme von Zinserhöhungen
Der jüngste Wirtschaftsbericht trübt die Aussichten Japans weiter ein, inmitten gemischter Signale in einem Ökosystem, das im letzten Quartal 2025 kaum gewachsen ist. Dennoch hob der Bericht hervor, dass die japanischen Exporte kräftig gestiegen sind, was das Vertrauen der Hersteller stärkte.
Als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen merkte Abhijit Surya, leitender Ökonom für den asiatisch-pazifischen Raum bei Capital Economics, an, dass die Bank of Japan (BOJ) die Wiederaufnahme des Zinserhöhungszyklus nicht forcieren wird, da der Preisdruck offenbar nachlässt. Unterdessen prognostiziert Surya eine Rückkehr zu Zinserhöhungen in Japan bis zur Jahresmitte und verweist auf die sich entwickelnden wirtschaftlichen Bedingungen.
Faktoren, die Japans Wirtschaftsaussichten beeinflussen
Einzelheiten des veröffentlichten Berichts zeigen, dass das jährliche Wachstum des Kern-Verbraucherpreisindex (CPI), der die volatilen Preise für frische Lebensmittel ausschließt, den Markterwartungen entsprach. Den Daten zufolge sind die Hauptfaktoren für den Rückgang die Abschaffung der Benzinsteuern, Kraftstoffsubventionen sowie der Basiseffekt des starken Preissprungs bei Lebensmitteln im Vorjahr.
Die Bank of Japan identifizierte solche Einmaleffekte als Ursache dafür, dass die Kerninflation kurzzeitig unter das Zielniveau fiel. Der Regulator stellte jedoch klar, dass sein Fokus verstärkt darauf liegt, ob Japan ein nachhaltiges Preiswachstum von etwa 2 % erreichen kann, wenn weitere Zinserhöhungen geplant werden.
Nutzen für den Leser
Für Anleger bedeutet die Verlangsamung der Inflation in Japan eine vorübergehende Atempause. Der Aufschub der Zinserhöhungen durch die Bank of Japan sichert den Zugang zu billiger Yen-Liquidität, was die Stabilität an den weltweiten Aktien- und Kryptomärkten kurzfristig unterstützt. Dennoch sollten die Export- und Lohndaten in Japan bis zur Jahresmitte genau beobachtet werden, da sie das Signal für den Beginn von Zinserhöhungen und eine mögliche Marktkorrektur sein werden.
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