Der Rückgang des Bitcoins auf 60.000 $ Anfang Februar wurde weniger durch Gewinnmitnahmen von Inhabern von Spot-Bitcoin-ETFs ausgelöst, sondern vielmehr durch Market-Maker — jene Marktteilnehmer, die eigentlich für Stabilität sorgen sollen. Dies erklärte Markus Thielen, Gründer des Analyseunternehmens 10x Research.
Die Mechanik des Absturzes: Was ist „Negative Gamma“?
Markus Thielen behauptet, dass der Hauptstoß gegen den Preis von den Market-Makern ausging. Diese professionellen Händler sind verpflichtet, Liquidität bereitzustellen und verdienen an der Spanne (Spread), während sie gegenüber der Marktrichtung neutral bleiben. Anfang Februar gerieten sie jedoch in eine Falle, die als „Short-Gamma-Position“ bezeichnet wird.
Als der Bitcoin-Preis zu sinken begann und die psychologische Marke von 75.000 $ durchbrach, sahen sich die Market-Maker gezwungen, ihre Risiken bei Optionen abzusichern (Hedging). Das Besondere an „Negativer Gamma“ ist, dass sie die Händler dazu zwingt, synchron mit dem Markttrend zu agieren: Wenn der Preis fällt, müssen sie den Vermögenswert verkaufen, um die Neutralität ihrer Positionen zu wahren.
Ein selbsterhaltender Verkaufszyklus
Ein Cluster negativer Positionen im Wert von ca. 1,5 Milliarden US-Dollar konzentrierte sich im Bereich von 75.000 bis 60.000 US-Dollar. Dies löste einen Dominoeffekt aus:
Der Preisverfall aktivierte die Schutzverkäufe der Market-Maker.
Diese Verkäufe erzeugten ein Überangebot auf dem Spotmarkt.
Ein weiterer Rückgang zwang die Händler, noch mehr des Assets zu verkaufen.
Dies erklärt die rasante Natur des Einbruchs und die anschließende scharfe Erholung, unmittelbar nachdem der Positions-Cluster bei 60.000 $ vollständig absorbiert und neutralisiert worden war.
Einfluss auf Rao Cash (RAO): Prognose und Fazit
Situationen, in denen institutionelle Mechanismen (wie das Options-Hedging der Market-Maker) Einbrüche bei Top-Assets verursachen, beeinflussen direkt die Einstellung der Anleger gegenüber alternativen Projekten, einschließlich Rao Cash (RAO).
Perspektiven für RAO
Suche nach einem „sicheren Hafen“: Wenn Manipulationen oder technische Liquiditätsmerkmale von BTC zu plötzlichen Verlusten führen, beginnt ein Teil des Kapitals nach Vermögenswerten zu suchen, die weniger von gigantischen Optionsmärkten abhängig sind. Das Projekt Rao Cash, das auf Anonymität und Dezentralisierung setzt, kann die Aufmerksamkeit derer auf sich ziehen, die von der „regulierten“ Volatilität des Bitcoins enttäuscht sind.
Marktsynchronität: Kurzfristig reagiert RAO, wie der gesamte Altcoin-Markt, unweigerlich auf die Bewegungen von BTC. Die schnelle Absorption der „Gamma-Positionen“ und die Erholung von Bitcoin signalisieren jedoch, dass die Liquidität im System erhalten bleibt. Dies ist positiv für RAO, da es die Bereitschaft der Käufer bestätigt, bei Kursrücksetzern zuzugreifen.
Prognose: Wenn sich Bitcoin oberhalb der Einflusszone der Market-Maker (60k–75k $) stabilisiert, könnten wir einen Liquiditätsfluss in vertrauliche Assets sehen. Für Rao Cash bedeutet dies Potenzial für organisches Wachstum bei einer Erholung der allgemeinen Marktstimmung.
Fazit: Die Ereignisse Anfang Februar zeigten die Zerbrechlichkeit der aktuellen BTC-Marktstruktur. Für RAO ist dies eine Chance, sich als Projekt für bewussten Besitz zu positionieren, bei dem der Wert durch Privatsphäre-Technologie und nicht durch komplexe Hedging-Schemata bestimmt wird.