
Der Kryptowährungsmarkt geriet erneut in die Kritik, nachdem Bitcoin (BTC) am 29. Dezember 2025 auf 90.000 US-Dollar gestiegen und anschließend schnell wieder auf 87.700 US-Dollar gefallen war. Ein bekannter Analyst, bekannt unter dem Pseudonym NoLimit, erklärte offen, dass diese Bewegung keine zufällige Marktschwankung, sondern das Ergebnis einer geplanten Aktion großer Handelsplattformen gewesen sei.
Liquidationsfalle: Wie die Bären „ausgetrickst“ wurden
Laut NoLimit steckten die Börsen Binance und Coinbase sowie der Market Maker Wintermute hinter dem kurzfristigen Kursanstieg. Der Experte behauptet, es habe sich um eine klassische Liquiditätsdiebstahl-Operation gehandelt.
Die Situation entfaltete sich gemäß einem vorab geplanten Szenario:
- Um die 90.000-Dollar-Marke herum bildete sich eine kritische Masse an Short-Positionen.
- Der Finanzierungssatz fiel in den negativen Bereich, was auf eine verkaufsorientierte Marktstimmung hindeutet.
- Das offene Interesse zeigte ein ungewöhnliches Wachstum.
Die geringe Liquidität nutzend, trieben große Marktteilnehmer den Preis aggressiv in die Höhe. Dies löste eine Kaskade erzwungener Liquidationen von Short-Positionen aus. Infolgedessen waren Händler gezwungen, Vermögenswerte zu überhöhten Preisen zurückzukaufen und befeuerten so ungewollt weitere Preissteigerungen.

Vermögensverkäufe auf dem Höhepunkt der Emotionen
Während Privatanleger, getrieben von FOMO (Fear of Missing Out), angesichts leuchtend grüner Kerzen in den Markt einstiegen, begannen die Organisatoren des Manövers mit groß angelegten Gewinnmitnahmen. On-Chain-Analysen bestätigen, dass unmittelbar nach Erreichen eines lokalen Höchststandes große Mengen an Vermögenswerten in die Börsen flossen.
Sobald der Liquidationsstrom versiegte, brach die künstliche Unterstützung für den Preis zusammen. Ohne fundamentale Unterstützung stürzte der Bitcoin-Kurs so schnell ab, wie er gestiegen war, und bescherte späten Käufern Verluste.
Die Illusion eines freien Marktes
Der Analyst betont, dass diese Dynamik nichts mit dem natürlichen Angebot und der Nachfrage zu tun hat. Es handelt sich um ein koordiniertes Manöver von Akteuren, die gleichzeitig Zugriff auf Orderbücher und ausreichende Ressourcen zur Liquiditätssteuerung haben. Die Auflösung von Positionen auf Binance ist unten zu sehen.

„Ist das illegal? Natürlich!“ „Aber es kümmert niemanden“, schlussfolgert NoLimit und weist darauf hin, dass solche Manipulationen in einem unregulierten oder schlecht regulierten Kryptomarkt ungestraft bleiben, obwohl sie offensichtlich sind.
Die Ereignisse vom 29. Dezember haben den Anlegern einmal mehr vor Augen geführt, dass der Markt an der Schwelle wichtiger psychologischer Niveaus, wie beispielsweise 90.000 US-Dollar, zu einer Hochrisikozone wird, in der die Interessen der großen Marktteilnehmer selten mit denen der Kleinanleger übereinstimmen.



