Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs wies die Berufung von BSV Claims ab. Die Organisation hatte 12 Milliarden US-Dollar Schadenersatz von großen Kryptobörsen gefordert, weil diese Handelspaare mit der Kryptowährung Bitcoin Satoshi Vision (BSV) vom Handel ausgeschlossen hatten.
BSV Claims wurde von dem australischen Unternehmer Craig Wright gegründet, der behauptet, der anonyme Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein.
2024 erklärte BSV Claims, der Ausschluss von BSV von den Kryptobörsen habe den Wert der Kryptowährung negativ beeinflusst und ihr Wachstum verlangsamt, wodurch BSV daran gehindert worden sei, zu einer Konkurrenz für Bitcoin zu werden. Seit dem Ausschluss von BSV im April 2019 ist der Kurs von Bitcoin um 2.322 % gestiegen und hat ein Allzeithoch von 124.700 US-Dollar erreicht, während der Kurs von BSV um 94 % auf nur noch 19 US-Dollar gefallen ist.
Dies ist bereits die dritte Abweisung der Klage von BSV Claims. Das Unternehmen legte 2024 zunächst Berufung beim Londoner Wettbewerbsgericht ein, das jedoch seine Ansprüche auf entgangenes Wachstum und entgangene Wertsteigerungschancen für BSV zurückwies.
BSV Claims legte daraufhin Berufung beim Court of Appeal ein, der die Klage ebenfalls abwies. Das Gericht erklärte, dass BSV-Inhaber keinen Anspruch auf eine Entschädigung in Milliardenhöhe hätten, da sie nach Bekanntwerden des Delistings der Kryptowährung selbst Maßnahmen zur Verlustvermeidung hätten ergreifen müssen. Das Gericht stellte außerdem fest, dass BSV-Inhaber selbst dann, wenn sie lange Zeit nichts davon wussten, keinen höheren Betrag als den Gesamtwert ihrer Vermögenswerte vor dem Delisting der Handelspaare von den Börsen fordern könnten und auch keine Entschädigung für Folgeschäden beanspruchen könnten.