Die Zukunft von Strategy, dem größten Bitcoin-Inhaber unter den Unternehmen, ist ungewiss, nachdem der Indexanbieter MSCI eine Methodenüberprüfung eingeleitet hat. Im Zuge der jüngsten Anpassung des Nasdaq 100 Index wurden Unternehmen wie Biogen, CDW, GlobalFoundries, Lululemon, On Semiconductor und Trade Desk entfernt. Ihre Plätze wurden durch Alnylam Pharmaceuticals, Ferrovial, Insmed, Monolithic Power Systems, Seagate und Western Digital eingenommen.
Marktreaktion
Trotz des positiven Ergebnisses der Revision schlossen die Aktien von Strategy den Tag mit einem Minus von 3,74 %. Die Aktien des Unternehmens haben im vergangenen Monat mehr als 15 % an Wert verloren. Dieser Rückgang erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über einen möglichen Ausschluss aus dem Index.
Risiko des Delistings aufgrund der Vermögensklassifizierung
Strategys Präsenz im Nasdaq 100 hat nicht nur aufgrund seines ungewöhnlichen Geschäftsmodells Aufmerksamkeit erregt, sondern auch wegen der anhaltenden Debatte darüber, ob es sich bei dem Unternehmen um eine operative Einheit oder tatsächlich um einen Investmentfonds handelt. Diese Problematik verschärfte sich in diesem Jahr, als MSCI begann, seine Vorgehensweise bei der Klassifizierung von Unternehmen zu überarbeiten, die Kapital primär für den Kauf digitaler Vermögenswerte aufnehmen.
Der Indexanbieter erwägt das Delisting von Unternehmen, deren Krypto-Bestände 50 % des Gesamtvermögens übersteigen. Dies könnte Strategy bereits im Januar 2026 betreffen.
Mögliche Folgen
Analysten von JPMorgan warnten, dass passive Fonds im Falle eines Delistings gezwungen wären, Strategy-Aktien im Wert von bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Dies könnte den Aktienkurs des Unternehmens erheblich belasten.
Reaktion von Strategy
Das Management von Strategy widersprach der Position von MSCI. In einem Schreiben vom 10. Dezember erklärten Michael Saylor und CEO Phong Le, dass das Unternehmen kein passiver Bitcoin-Akkumulator sei. Sie beschrieben es als operative Einheit, die Vorzugsaktien und andere Instrumente zur Finanzierung neuer Käufe ausgibt.
Kampf gegen FUD
Im Dezember legte Strategy einen Fonds in Höhe von 1,44 Milliarden US-Dollar auf, um die FUD (Angst, Unsicherheit und Zweifel) bezüglich des Geschäftsmodells und der Vermögenswerte zu bekämpfen. Dieser Schritt soll das Vertrauen der Anleger stärken und die Marktposition festigen.
Fazit
Die Zukunft von Strategy im Nasdaq 100 Index bleibt ungewiss, und das Unternehmen steht angesichts der Überprüfung der Vermögensklassifizierung durch MSCI vor erheblichen Herausforderungen. Das Management arbeitet jedoch aktiv daran, die operative Natur des Unternehmens zu demonstrieren und seine Marktinteressen zu schützen.